Dieses Baumes Blatt …

Ginkgo biloba, ein Relikt aus fernen Zeiten

Was für Superlative! Ginkgo biloba ist der letzte Vertreter einer uralten Pflanzenfamilie. “Lebendes Fossil” nannte Charles Darwin ihn, der Baum gilt in Asien als heilig, er überlebte den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima, wurde zum Baum des Jahrtausend ernannt und Goethe machte ihn in seinem Gedicht “Ginkgo biloba” unsterblich. Woher kommt so viel Enthusiasmus?

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Auf dem Flug zu neuem Leben

Verbreitungsstrategien von Pflanzen

Nun schrauben sie sich wieder durch die Luft, gleiten dahin, drehen ihre Pirouetten und begeistern durch ihre kunstvollen Flüge: die Samen der Flügelflieger, zu denen Ahorne, Linden, Hainbuchen und Ulmen gehören. Angeregt durch den Workshop “Flieg Engelchen flieg …”, den Professor Klaus Lenau im Rahmen der diesjährigen Herbst Kinder-Universität veranstaltet hat, habe ich mich mit Verbreitungsstrategien von Pflanzen durch den Wind beschäftigt. (Titelfoto: Acer monspessulatum)

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Ein Kohl als Spazierstock?

Eine kleine Abhandlung über den Gemüse-Kohl

Prächtig steht der Gemüse-Kohl im Nutzgarten zurzeit da. Frühwirsing, Brokkoli, Rosenkohl, Weißkohl, Blumen- und Rotkohl – um nur einige zu nennen – wetteifern darum, das schönste “Top-Model” im Kohl-Beet zu sein. Man mag kaum glauben, dass diese Vielfalt an unterschiedlichen Pflanzenformen, Pflanzenfarben und insbesondere auch an essbaren Pflanzenteilen auf eine Urform, den Wild-Kohl, zurückgeht. Neugierig geworden, habe ich mich näher mit dem Gemüse-Kohl beschäftigt.

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Totholz – Lebendiger Lebensraum

Ordnung ist nicht immer das halbe Leben

Zugegeben: unter ästhetischen Aspekten sehen sie nicht gerade ansprechend aus, die fünf Baumstümpfe der Wald-Kiefer (Pinus sylvestris), die hinter dem Alpinum in den Himmel ragen und deren Kronen wegen Pilzbefalls abgesägt werden mussten. Bei näherer Beschäftigung mit dem Thema Totholz wird aber sehr schnell klar, dass Kritik am Erscheinungsbild der “Restbäume” entkräftet werden kann. Als sogenanntes Totholz sind sie für viele Lebewesen, die auf Totholz als Lebensraum und Nahrungsquelle angewiesen sind, von existentieller Bedeutung

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Ende gut, alles gut?

Eine Rettungsaktion

Es war eine kleine Sensation im Frühjahr diesen Jahres, als auf dem “Alten Bilker Friedhof”, dem heutigen Sternwartpark, von einem passionierten Botaniker Restbestände von Gagea villosa, dem Acker-Gelbstern und von Poa bulbosa, dem Knolligen Rispengras, entdeckt wurden. Im Schutz des Botanischen Gartens haben einige der wertvollen Exemplare eine neue Heimstatt gefunden.

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Einmal Dschungel bitte

Die Grüne Wand im Botanischen Garten

Es ist immer wieder eine Freude mitzuerleben, mit wieviel Engagement und Begeisterung die Gärtnerinnen und Gärtner im Botanischen Garten neue, anspruchsvolle Projekte realisieren. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Lars Leonhard, der Reviergärtner für den Kuppelbereich, schon seit längerer Zeit den Wunsch hatte, eine sogenannte Grüne Wand oder Natural Greenwall mit Zimmerpflanzen im Botanischen Garten anzulegen. Ermuntert durch den Zuspruch seiner Kollegen begann der gelernte Zierpflanzengärtner 2020 das Experiment mit zunächst einer Wand, der nach dem erfolgreichen Start 2021 eine Weitere folgte.

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Von einer Nymphe geadelt

Nyssa sylvatica, der Wald-Tupelo- oder Nymphenbaum

Das prächtige Herbstlaub ist nicht zu übersehen! In dieser Jahreszeit hat Nyssa sylvatica ihren großen Auftritt. Ihre grünen Blätter färben sich in violette, orangerote und scharlachrote Töne. Kein Wunder, dass der Baum maßgeblichen Anteil am weltberühmten “Indian Summer” im nördlichen Amerika hat. Aber zum Glück muss man gar nicht so weit reisen, um eine Ahnung von diesem Farbrausch zu bekommen. Nyssa sylvatica kann man auch im Botanischen Garten bewundern!

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Zwischen Himmel und Erde

Viscum album, die Weißbeerige Mistel

Man sollte sich nicht täuschen lassen. Die Mistel ist mehr als ein beliebter Advents- und Weihnachtsschmuck. Schaut man sich ihre “Vita” näher an, findet man neben der wissenschaftlichen Abhandlung Begriffe wie “Goldene Sicheln”, “Vogelmist”, sogar “Kusskugeln”. Ein näherer Blick auf dieses “merkwürdige” Lebewesen lohnt sich daher nicht nur aus botanischer Sicht, wo sie seit Jahrhunderten Gelehrte fasziniert.

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