Heinrich Heine zu Ehren

Am 13. Dezember wird der Geburtstag von Heinrich Heine, dem 1797 in Düsseldorf geborenen Namensgeber der Düsseldorfer Universität, gefeiert. Der Botanische Garten als Einrichtung der Universität ist Heine damit ebenfalls in besonderer Weise verbunden. So trifft es sich gut, dass Heinrich Heine, einer der berühmtesten Dichter der Weltliteratur, in rund einhundert Gedichten auch Pflanzen benannt hat. Sonnenstrahlen, Schmetterlinge, Rosen: wie sehnen wir uns in diesen Zeiten nach ihnen.

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Zwischen Himmel und Erde

Viscum album, die Weißbeerige Mistel

Man sollte sich nicht täuschen lassen. Die Mistel ist mehr als ein beliebter Advents- und Weihnachtsschmuck. Schaut man sich ihre “Vita” näher an, findet man neben der wissenschaftlichen Abhandlung Begriffe wie “Goldene Sicheln”, “Vogelmist”, sogar “Kusskugeln”. Ein näherer Blick auf dieses “merkwürdige” Lebewesen lohnt sich daher nicht nur aus botanischer Sicht, wo sie seit Jahrhunderten Gelehrte fasziniert.

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Dieser Baum hat einiges zu bieten

Maclura pomifera, der Milchorangenbaum oder Osagedorn

Mammuts haben sich vermutlich an den Früchten gelabt, die dornenbewehrten Zweige dienten als Vorbild für den Stacheldraht, sein Holz wird im traditionellen Bogenbau eingesetzt und aus der Wurzelrinde gewann man gelben Farbstoff zum Färben von Textilien. Es ist schon erstaunlich, wie vielseitig dieser hübsche, auf den ersten Blick aber nicht weiter auffällige Baum ist.

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Diese Kastanien fallen einem garantiert nicht auf den Kopf

Bunium bulbocastanum, die Erdkastanie

In dieser Jahreszeit gehe ich besonders gerne durch den Nutzpflanzenbereich. Im letzten Jahr habe ich dort den Gewöhnlichen Meerrettich mit seiner ausgeprägten Panaschierung bewundert und den Färberwaid kennengelernt. In diesem Jahr hat es mir eine im Vergleich dazu eher bescheidene Pflanze angetan: Bunium bulbocastanum, eine Pfllanzenart aus der Gattung Knollenkümmel (Bunium) innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

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In der Kuppel, um die Kuppel und um die Kuppel herum

Teil 1: Die Delosperma im Sukkulenten-Beet

Eigentlich … war ich mit Reviergärtner Lars Leonhard zu einem Rundgang durch die Kuppel verabredet, aber als ich ihn traf, war er noch mit dem Gießen des Sukkulenten-Beetes beschäftigt, wobei ich ihm Gesellschaft leistete. So ergab es sich eher beiläufig, dass ich zunächst eine Einführung in die Welt der Delosperma (Mittagsblumen) erhielt, danach den Palmenhain mit seinen winterharten Palmen kennenlernte, dem Bananenbeet einen kurzen Besuch abstattete und die Geschichte von den seltenen Eukalyptusbäumen hörte. Als Herr Leonhard dann munter meinte, nun könnten wir zu dem eigentlichen Grund des Treffens in die Kuppel gehen, „machte ich schlapp“. Mir schwirrte der Kopf, mehr Erklärungen konnte ich nicht aufnehmen. Schließlich ist das alles Neuland für mich. Und auch meine Leserinnen und Leser wären vermutlich überfordert, wenn ich meine neuen Kenntnisse in einen Beitrag packen würde. Aber aus der Fülle der spannenden Informationen und Geschichten ist eine Idee entstanden.

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Endlich wieder an der frischen Luft

Die empfindlichen Kübelgewächse sind ins Freie gebracht worden

Letzte Woche war es wieder soweit. Die empfindlichen Kübelpflanzen sind aus ihrem Winterquartier geholt worden und bleiben nun bis Oktober im Freien. Gezählt wurden die nach draußen zu schaffenden Gefäße nicht, aber es werden über 200 gewesen sein. Wenn man die teilweise mächtigen Tröge und die Höhe der Pflanzen sieht, mag man es kaum glauben, aber in fünf Stunden war der Umzug erledigt. Da haben die sieben Gärtnerinnen und Gärtner sowie die fünf Studierenden ganz schön gerackert. Dem Ausräumen (und Einräumen) kommt zugute, dass die Orangerie mit einer Größe von 325 m² und einer Höhe von 13 m über 8 m hohe Tore verfügt, durch die die Pflanzen problemlos transportiert werden können. Das war nicht immer so. Vor Einweihung der Orangerie im Jahre 2004 wurden die Pflanzen in niedrigen Gewächshäusern den Winter über aufbewahrt. Größere Bäume mussten damals flach liegend durch die engen Türen bugsiert werden. Das hat Mensch und Pflanze nicht gutgetan!

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